Freefont: Unbounded

Unbounded wurde 2022 vom Londoner Studio Koto in Zusammenarbeit mit der Foundry NaN, Parity Technologies und der Web3 Foundation für das Polkadot-Netzwerk gestaltet. Typografisch bewegt sich die serifenlose Schrift zwischen humanistischer und geometrischer Grotesk. Besonders charakteristisch sind offene Formen und keilartige Details, die der Schrift eine gewisse Eigenwilligkeit und Dynamik verleihen, ohne sie unzugänglich zu machen. Der eigenständige Duktus prädestiniert Unbounded für Markenauftritte und den Titelsatz. Die Schrift liegt in sechs statischen Schnitten vor und ist zusätzlich als Variable Font verfügbar. Sie unterstützt über 400 Sprachen auf Basis des lateinischen und kyrillischen Alphabets und enthält mehrere Ziffernstile. Finanziert wurde das…

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Iconic Logo: Coca-Cola

Das Coca-Cola-Logo basiert auf der Handschrift von Frank M. Robinson, Buchhalter des Er­finders John S. Pemberton. Er entwarf die geschwungene Wortmarke 1886 in Spencerian Script – ­einem ­in den USA populären Stil des 19. Jahrhunderts. Trotz zahlreicher Überarbeitungen blieb das Erscheinungsbild weitgehend konstant. Die rote Farbgebung kam 1934 hinzu und wurde spätestens in den 1950ern zum Markenzeichen. 1941 wurde das Logo formell als Standard definiert, seither folgten nur noch marginale Retuschen. Coca-Cola gilt als Paradebeispiel für emotionale Markenkraft, visuelle Beständigkeit und globale Wiedererkennbarkeit. Kurzgefasst: Wortmarke Seit 1941 nahezu unverändert Rote Farbe als zentrales Markenelement Gestalter: Frank M. Robinson (1886) 

Weitere Begriffe und Galerien findest du im Beitrag »Analogien, Assoziationen, Symbole«.

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Freefont: Outfit

Rodrigo Fuenzalida entwickelte die Outfit 2021 für das Branding der Plattform Outfit.io. Später wurde sie unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Outfit gehört zur Gruppe der geometrischen Sans-Serif-Schriften, orientiert sich also an Grundformen wie Kreis, Quadrat und Dreieck. Bemerkenswert ist ein alternativer Formsatz, der unter anderem ein zweistöckiges g und ein e mit diagonalem Querstrich enthält und mich an die Kabel von Rudolf Koch aus dem Jahr 1927 erinnert. Die Outfit eignet sich gleichermaßen für digitale Interfaces, Branding oder Editorial Design, wobei das Satzbild und die Lesbarkeit für umfangreiche Texte, wie bei allen geometrischen Schriftarten mit relativ großer Mittellänge, mit Vorsicht…

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Iconic Logo: WWF

Das Logo des WWF wurde 1961 von dessen ­Mit­begründer Sir Peter Scott basierend auf einer Skizze von Gerald Watterson entwickelt. 1970 fand eine moderate Überarbeitung statt, 1986 gestaltete die Designerin Jenny Leibundgut für Landor Associates eine Modernisierung, die bis heute unverändert ist und nach wie vor zeitgemäß wirkt. 2000 löste eine serifenlose Type die zuvor verwendete Antiqua ablöste. Der Panda symbolisiert Freundlichkeit, ­Friedfertigkeit und Verletzlichkeit und wird ­weithin als sympathisch wahrgenommen. Das ideale Markensymbol für die ­Organisation. Das Logo gehört zu den stärksten Bildmarken der Welt. Kurzgefasst: Ikonische Bildmarke  Reduziert, emotional, universell verständlich  Gestalter: Gerald Watterson, Peter Scott, Jenny Leibundgut

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Lehrgang: Grafik & Digital Marketing Designerin

Seit drei Jahren leite ich den Lehrgang ›Grafik & Digital Marketing Designer:in‹ am Digital Campus Vorarlberg. Der berufsbegleitende Kurs dauert ein Semester und findet zweimal in der Woche abends statt – einmal im Monat gibt es freitags eine Nachmittagseinheit. Der nächste Lehrgang startet am 1. September. In der Slideshow unten kannst du dich über den Lehrgang informieren und dir einige Arbeiten von Absolvent:innen bisheriger Lehrgänge ansehen. Die Folien entsprechen der Präsentation, mit der ich den Lehrgang auch bei den Infoabenden präsentiere. Weitere Informationen findest du auf der Website des Digital Campus. Dort kannst du dich auch für den Infoabend am…

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Analogien: Mut II

Wir Grafiker:innen tendieren dazu, uns in der Perfektionierung der Form zu verlieren und dabei den Inhalt zu vernachlässigen. Wir suchen die coolsten und ästhetisch überzeugendsten Bilder und verlieren dabei zu oft die Botschaft aus den Augen. Dabei gilt unsere Aufgabe nicht primär oder ausschließlich der Ästhetik – dafür gibt es Kunst und Kunsthandwerk – oder Ästhetelei – das machen Zierwerk und Kitsch. Unsere Aufgabe ist primär visuelle Kommunikation, aka Kommunikationsdesign. In meinem Projekt ›Analogien, Assoziationen, Symbole‹ setze ich mich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Kommunikationsdesigns in der Bildgestaltung mit generativer KI auseinander, indem ich Motive und Szenen generiere, die…

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Adobe CC Font: Winco

Winco ist eine lebendige Sans Serif, entworfen von Ramiro Espinoza und veröffentlicht bei ReType. Sie basiert auf den formalen Prinzipien der humanistischen Antiqua (Renaissance-Antiqua) und übernimmt auch – anders als bei serifenlosen Schriften sonst üblich – den organischen, lebendigen Charakter der Originale. Das macht sie nicht zur ersten Wahl, wenn es um Sachlichkeit geht, prädestiniert sie aber umso mehr für alles Lebendige, Natürliche und Menschliche. Wichtige Merkmale: Klassifizierung: Sans Serif nach humanistischem Vorbild Charakter: Lebendige Formen, organischer Duktus 10 Schriftschnitte Gute Lesbarkeit, mengentextgeeignet Einsatzbereiche: Editorial Design, Buchgestaltung, Branding, TitelsatzGestalter: Ramiro EspinozaVeröffentlicht bei: ReType Foundry

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Iconic Logos: Apple

Mit diesem Post starte ich eine Serie an Blogbeiträgen, die jeweils ein bekanntes und/oder herausragendes Logo zeigen und die wichtigsten Hintergründe beschreiben. So soll mit der Zeit eine Galerie an bemerkenswerten Logos entstehen, die Designer:innen zur Orientierung und Inspiration dienen soll. Ich habe selbst immer wieder nach so einer Sammlung gesucht und nicht gefunden. Somit muss ich sie eben selbst erstellen. Zum Logo selbst Das Apple-Logo wurde 1977 von Rob Janoff im Auftrag der Agentur von Regis McKenna für Apple entworfen. Die ursprüngliche Regen­bogenversion (1977–1998) bezog sich auf die Farbdarstellung von Apple-Displays. Ab 1998 wird das Logo monochrom eingesetzt, um der ­reduzierten…

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Best of Free Fonts

Das Angebot an kostenlosen Schriftart ist mittlerweile enorm und unüberschaubar. Einmal abgesehen, dass vieles davon an der Grenze zur Illegalität oder über legale Grenzen hinaus vertrieben wird, ist die Qualität meist mäßig bis vernachlässigbar. Wer in der Beurteilung der Ästhetik und Lesbarkeit von Schriftarten nicht sattelfest ist, dem ist abzuraten, Freefonts nach eigenem Gutdünken für den Textsatz wählen. Andererseits gilt natürlich: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Schriften, die für den Mengensatz völlig indiskutabel sind, können in einem Titel oder einem Logo eine gute Figur machen, wenn man in der Lage ist, ihre Schwächen auszugleichen. Wer allerdings in…

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